Sonntag, 10. Oktober 2010

Press rewind..

Nachdem die durch chemische Drogen erzeugte Hochphase vorbei ist, nähere ich mich eindeutig wieder den Depressionen. Die letzten Nasen wurden gezogen, die letzten Joints geraucht und die letzten Tequila-Shots rinnen durch die Kehle. Mit glänzenden Augen laufe ich durch die Nacht und reflektiere, wie ich es früher viel öfter getan hab. Der bitte Geschmack des Speeds breitet sich in meinem Rachenbereich aus und lässt mich jetzt schon wissen, dass ich mich wieder einer Nacht nähre in der ich nicht schlafen werde.

Donnerstag, 30. September 2010

Musik: Vega - Die Wahrheit ist hässlich

Nach den Herren Hammer und Zirkel widme ich heute ausnahmsweise mal wieder Musik. "Die Wahrheit ist hässlich" unter diesem Namen bringt der Frankfurter Vega nach seinem Album eine kostenlose, 5 Track starke Free-EP.

"Und das erste worauf ich scheiße ist das Game. Denn schlimmer als Blind zu sein, ist als einziger zu sehen." - Intro

"Ein paar der Idioten byten uns. Sagen uns nach: Es wäre Standard was wir machen" - Intro


Ich würde Vega durchaus nicht als Standard bezeichnen, denn so wie bereits "Winter" von "Lieber bleib ich broke" Gänsehaut bei mir erzeugte, weckt auch das Intro von "die Wahrheit ist hässlich" Bilder in mir. Lässt mich reflektieren, nachdenken und bestärkt mich in der Sache die EP nochmal komplett durch zuhören, obwohl ich um 5Uhr bereits wieder aufstehen muss um zu arbeiten. Nach dem Intro folgt der Titeltrack "Die Wahrheit ist hässlich."

"Schöne Worte sind nicht wahr. Wahre Worte sind nicht schön."

Der Titeltrack ist meiner Ansicht nach ein düsterer Representer dem es trotzdem nicht an Inhalt mangelt, also kein sinnloses Phrasen gedresche. Zu Vegas Technik oder Flow muss man denke ich nicht viel sagen. Grundsolide wie immer. Keine verspielten Doubletime Passagen oder ähnliches, sondern einfach klar und gradlinig wie ein Pfeil der direkt ins Herz trifft. Rap vermischt mit Zeilen, die sich einzeln betrachtet und in Latein übersetzt mit Sicherheit auch mit Thesen bzw. Erkenntnissen von antiken Philosophen messen könnten.

Track 3 featured einen meiner persönlichen Favoriten. Den jungen Herrn Rough, der seinen Part hier wie gewohnt mit "Und" beginnt.

"Doch ich hab es so satt durch die grauen Blocks dieser Stadt zufahren. Richtung Maloche. Ich tausche Woche für Woche jeden Morgen meinen Traum gegen Aushilfsjobs in 'ner Cafebar." - Olson Rough - Schwere Zeit

Verstecken muss sich Olson Rough sicherlich nicht hinter seinem Labelchef, aber verstecken muss sich auch nicht der von Crystal produzierte Beat. Weitere Teile der EP stammen im übrigen aus der Produktion von Johnny Pepp, Brisk Fingaz und Sinch & Ken Kenay.

Das zweite Feature dieser EP folgt danach mit Marc Reis, früher Sprachtot, der mit Vega zusammen die Zeit zurück schreibt und dort ebenfalls Bilder erzeugt, wie nur wenige Künstler.

Den Abschluss der EP bildet das Stück "Die Frau, die die Sterne macht". Ich möchte zu dem Track eigentlich nicht viel schreiben, sondern einfach jedem raten sich diesen anzuhören. Die Gänsehaut auf meinen Armen beschreibt den Track besser, als jeder Satz, den ich schreiben könnte.

Sicherlich ist meine Review sehr einseitig, da ich ein Fan von allen Beteiligten bin, aber wirkliche Kritikpunkte konnte ich auch bei objektiven Hören nicht finden. Maximal die Kürze der EP könnte ich möglicherweise bemängeln, aber das nächste Album kommt bestimmt.

"Und der letzte Satz den du von mir hörst ist: Die Wahrheit ist hässlich"

P.S Laden lässt sich das gute Stück im übrigen unter www.merchstore.net. Ein passendes T-Shirt kann man sich ja dann auch direkt bestellen.

Donnerstag, 16. September 2010

Leben ist kein "Ghettofilm"

Ich höre Musik und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich die seit langem anhaltende Schreibblockade heute durchbrochen kriege, aber worüber kann man schreiben? Ich reflektiere die letzten Wochen und denke, dass ich einige falsche Entscheidungen getroffen habe. Mich auf die falschen Leute fokussiert, den falschen Film gelebt und meinem Körper die falschen Sachen zugeführt habe.

Sonntag, 1. August 2010

Kartenhaus der Selbstbeherrschung

Kartenhaus der Selbstbeherrschung

Und was soll ich sagen,
Ich kenne es noch früher das Gefühl,
Zu denken man gehört für immer zusammen,
Man baut zusammen etwas auf,
Und sieht dann zu, wie es langsam zerfällt,
Man reißt die alten Mauern ein,
Nur um neue Grenzen zu ziehen,
Man spricht von Gefühlen,
Und in Wahrheit ist man nur unfähig,
Unfähig allein zu sein,
Allein zu leben,
Allein zu denken,
Und dann doch allein zu sterben,
Stundenlange Arbeit,
Karte um Karte,
Und ein Windhauch vernichtet alles,
Unfähigkeit allein zu sein,
Und die Götter kotzen immer noch

Montag, 7. Juni 2010

Rechten Weg- Straßenpoesie

Mit 12 jahren schon begonnen mit diebstahl ein bruch,
schon mit 13 gedacht an dem tag an den du rein muss,
wolltes wie großen sein drogen dealen schlägereien,
wolltes immer nur Dealer oder schläger sein,
gehs ins Fitnessstudio pumps dein body hart,
scheist auf das gesetzt jeden paragraph,
du bist der junge der von kind an para mag
bis bei jeder action dabei wenn dein homie fragt
14 jahre die anzeigen liegen auf den küschen tisch,
deine eltern arbeiten hart und bemühen sich,
ein jahr später ohne abschluss schule abgebrochen,
bist geflogen hast den bastard in der schule abgestochen,
denks was später aus dir wird und wirs noch krimineller,
die leute um dich rum noch viel kälter
deine probleme regeln sich nur noch durch blut,
hass auf die welt und in der luge die wut
16 jahre alt und er sitzt nun vor dem richter
Und nach der verhandlung sind 3 jahre sicher,
er kann seiner mam nicht in die augen schauen,
sie weint und wie soll sie nun ihm vertrauen,
er sitzt im auto mit sirenen und blaulicht,
er denkt an die alte zeit weis das es aus ist,
1 stunde am tag sieht er nur noch sonnenlicht,
fragt sich ob es für ihn jetzt noch hoffnung gibt
er denkt nach und schlägt gegen die wand,
diese scheis zelle raubt ihm seinen verstand
die zeit vergeht und nix mehr verändert sich,
er fragt hat es sich gelohnt wegen nem messerstich,
was macht er wenn wieder raus kommt,
was soll er seiner mam sagen wen er nach haus kommt
wie kann sie ihm den diese tat verzeihen
sie wird trauern und wieder anfang zu weinen
er wird entlassen und bereut seine fehler,
entschuldigt sich bei familie freunde und lehrer
er weis er muss jetzt einen neu anfang beginnen,
den das die einzige chanc im leben zu gewinnen,
er sucht nach ein job und findetet eine arbeit,
hört auf mit drogen damit der kopf klar bleibt,
er kommt von der arbeit steigt in die bahn ein,
sieht das mädchen denkt das kann nich wahr sein,
es ist liebe die liebe auf den ersten blick,
geht zu ihr redetet fragt ob er die nummer kriegt,
am abend reden sie am nächsten treffen sie sich,
er denkt das er von diesem girl besessen ist,
sie sehen sich und er gibt ihr den ersten kuss,
er weis nicht ob er weinen oder lachen muss,
er spürt in seinen herz diesen eisigen schmerz,
nenn es blutrache und es endetet pervers


Straßenpoesie- fernab von üblichen Gedanken, die Stories die das Leben prägen

Sandkasten-Mentalität oder Der Utopist ist ein Linker

"Du bist blöd mit dir spiele ich nicht."

Wer kennt ihn nicht den Satz der früher im Sandkasten des öfteren fiel. Ich denke in den fast 19 Jahren, die ich jetzt auf der Erde verweile hat sich soviel an diesem Satz nicht geändert. Ich höre ihn immer noch, allerdings in der Form: "Du bist links mit dir spiele ich nicht."

Freitag, 28. Mai 2010

Hammer und Zirkel feat. Liquit Walker - Two and a half Men Review

Two and a half Men


Mit einem dem Titel entsprechenden klassischen Intro startet die kostenlose EP von Hammer und Zirkel samt Liquit Walker, welches sich vor wenigen Minuten den Weg auf meine Festplatte suchte. "Men men men men, manly men men men! Men men men men, manly men, oo hoo hoo, hoo hoo, oo... "